Ein ganz herzliches ext. Bild
lieber Leser, liebe Leserin!

Dies ist ein Update zu meinem Beitrag vom 13.07. 2016!

In den vergangenen 14 Tagen habe ich wieder etliche neue Eindrücke gewonnen, Zusammenhänge erkannt, über die ich mir nie zuvor Gedanken gemacht habe, es haben sich ein paar Dinge geklärt und für andere wiederum sind die ersten Lösungsansätze gefunden und in der Umsetzung.

Im Detail:

Die Klinik hat meinem Hausarzt eine Woche nach dem Test, der die Myasthenie schlußendlich bestätigt hat einen Therapie-Plan bzgl. der Medikamentierung übermittelt und Gottseidank konnte dieser mir die Medikamente auch verschreiben, denn bei meinem Neurologen ist der nächste Termin erst im Oktober diesen Jahres (Aussage: es sei ja in meinem Fall nichts lebensbedrohliches) Darüber mußte ich ja nun doch schmunzeln, denn der gleiche Arzt hat mir das Autofahren untersagt!, was ich ja aufgrund der weiterhin vorhandenen Doppelbilder auch nicht mache.

2 Beipackzetteln der neuen Medikamente besagen ebenfalls, daß man schon nach Einnahme dieser weder ein Kfz, noch eine Arbeitsmaschine führen darf.

Bisher bin ich noch in der Phase des sogenannten Einschleichens, was unter ärztlicher Kontrolle erfolgen muss, da beide Medikamente das Herz angreifen können und eines einen hohen Cortisonanteil hat.

Nun war ich heute morgen wieder bei meinem Hausarzt, um noch ein drittes Medikament ansetzen zu lassen, da bislang nach einer Woche Einnahme der neuen Medikamente keinerlei positive Veränderung oder gar eine Besserung eingetreten ist. Das 3. Medikament fährt das Immunsystem runter und ich muss daher in regelmäßigen Abständen zur Blutkontrolle.

9 bunte Pillen

Besonders interessant ist die Sache mit dem Verdacht auf Schlafapnoe. Laut der Krankenkasse hat die Klinik hier bei mir vor Ort, die per eines durchgeführten Schlaf-Screenings die Atemausstzer festgestellt hat, keine Zulassung für ihr Schlaflabor beantragt – ich muss das nicht verstehen!

Aber um die „Vordiagnostik“ zum eindeutigen Nachweis eines Schlafapnoe zu bringen, muss ich zu einen Lungenfacharzt und der weitere Diagnostik betreiben. Wenn dann ein eindeutiger Befund ergeht, bekomme ich die Zusage für die Durchführung eines Schlaflabores. Ich hoffe dabei auf großes Glück, nämlich

a) zeitnah einen Termin bei einem Lungenfacharzt zu bekommen, wobei mich die Krankenkasse über die sog. Kassenärztliche Vereinigung unterstützen möchte, sodaß innerhalb von 4 Wochen ein Termin und hoffentlich nicht allzu weit von zuhause weg, zustande kommt

b) daß dann relativ zeitnah ein Termin für ein Schlaflabor, das nächstgelegene ich ca. 50 km entfernt, gefunden wird, denn …

Ich hatte heute ebenfalls einen Termin beim Anästhesisten mit Hinblick auf die OP meiner rechten Schulter. Da mir persönlich die Zeit „wegläuft“ wollte ich die OP in Angriff nehmen, da ich ja danach auch noch einige Zeit ausfallen werde.

Tja, und der Anästhesist, den ich vollkommen verstehen kann, möchte die OP solange schieben bis die Myasthenie bzgl. der Medikamnte halbwegs im Griff ist und das Schlaflabor durchgeführt ist, denn die festgestellten Atemaussetzer von mehr als 30 sec. flößen auch ihm Respekt ein.

5-Sterne

Ich schreibe Euch hier alles möglichst ausführlich, damit ihr erkennen könnt, wie wichtig es ist

a) nachzufragen, am Ball zu bleiben

b) zu erkennen, daß man nicht der einzige Kranke ist und man eben Geduld haben muss und

c) das es durchaus Menschen gibt, die sich Gedanken um einen machen und versuchen zu helfen

Für mich selbst ist es schlimm, nicht zu wissen, wo der „Weg“ (ich empfinde es eher als Schicksal) mich hinführt, denn nicht richtig gucken zu können, nicht mal normal spazieren gehen zu können, kein Auto mehr fahren zu dürfen und seit mittlerweile Monaten nicht mehr im Berufsleben zu sein – eigentlich könnte man mich ja fast als Workaholic bezeichnen -, das Alles hat nicht mehr viel mit Lebensqualität zu tun!

Dazu diese kuriosen Krankheitsbilder, die Hoffnung die Medikamente in die richtige Dosierung und den richtigen Mix zusammengestellt zu bekommen und auf Besserung zu hoffen … alles ist nicht nur unbefriedigend, sondern ich muß mich echt zusammenreißen und selbst in den Hintern treten, um nicht zu verzweifeln.

0 - Trenner, grün

Ich drücke Euch von Herzen gerne die Daumen, auf das Ihr abgesehen von ein paar Zipperlein, die immer mal kommen, aber auch wieder gehen, nie so richtig krank werdet, denn Gesundheit ist nicht nur das höchste Gut überhaupt und man kann sie nicht käuflich erwerben!, deshalb toi, toi, toi! 

Werner Signatur