Liebe Leser,

juchhu, denn heute, am 23. Februar 2017 ist:

W e i b e r f a s t n a c h t

und et darf jebütz werde op düvel kumm erus

(zu Hochdeutsch: Es darf „auf Teufel komm raus geküßt werden)

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Tausende Frauen bundesweit stürmen die Rathäuser, um die traditionell äußerst
begehrte Krawatte des Bürgermeisters abzuschneiden.

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Auch in den Büros, den öffentlichen Verkehrsmitteln und selbst auf der Straße müssen viele Männer von ihren geliebten Krawatten Abschied nehmen.

Doch warum feiern die Frauen überhaupt Weiberfastnacht?

Anfang des 19. Jahrhunderts war der Karneval eine rein dem männlichen Geschlecht vorbehaltene Veranstaltung, warum auch immer?

Im Jahr 1824 wollten Wäscherinnen aus Bonn-Beuel die Teilnahme der Damenwlt am Karneval mit einer kleinen taktischen List erzwingen.

Dazu beschlossen sie, am Donnerstag vor dem Karneval die Arbeit ml ganz einfach ruhen zu lassen, und gründeten das „Alte Damenkomitee von 1824 e.V“.

Die Krawatten sollten sysmbolisch die männliche Macht darstellen und wurden einzig aus diesem Grunde, getreu dem Motto: „Frau weiß sich eben zu helfen!“ abgeschnitten.

Der Sturm auf das Rathaus ist in Bonn-Beuel, im Gegensatz zu anderen Städten, auch heutzutage noch der Hauptgrund zum Karneval feiern.

Für mich war es als junger Mann immer ein „Heiden-Spaß“ den Großvater um ein paar ausrangierte Krawatten zu bitten und mich dem Ritual zu stellen, ganz einfach zu einem, weil ich für jeden Spaß zu haben bin und zum anderen, weil ich Traditionen mag und speziell mit dieser aufgewachsen bin.

Also, liebe Damewelt, wünsche ich Euch von Herzen gerne neben ganz viel Freude und Ausgelassenheit (denn wo gibt es die heutzutage noch?) ebenso viel Erfolg beim Trophäen sammeln (ähm…Krawatten abschneiden und sammeln) und sende einen ganz lieben Gruß zum Weiberfastnacht

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Allen anderen wünsche ich einen wundervollen Tag gespickt mit vielen kleinen Nettigkeiten, welcher Art auch immer

Werner