Liebe Leserinnen, liebe Leser,

bei meinen Aktivitäten für den Frieden auf der Welt habe ich zwei große Vorbilder, Nelson Mandela und Mahatma Gandhi, wobei ich mir manchmal als Mensch diese beinahe unbeschreibliche innere Ruhe wünschen würde, die Mahatma Gandhi ausgestrahlt hat. 

Schreien ist faktisch betrachtet nur eine von vielen Funktionen unserer Stimme, die sich durch eine hohe Lautstärke und starke Emotionen äußert.

Gerade was emotionales Verhalten betrifft, ist seine Sicht der Dinge nicht nur wohl durchdacht, sondern ebenso als logisch und vorbildlich zu bezeichnen.

Die nachfolgende Geschichte unterstreicht das meiner Meinung nach sehr eindrucksvoll.

Eines Tages fragte Mahatma Gandhi:

„Warum schreien die Menschen so,

wenn sie wütend sind?“

Sie schreien, weil sie die Ruhe verlieren“, antwortete ein Mann.

Doch warum schreien sie, wenn die andere Person neben ihnen steht?“, fragte Gandhi erneut.

Wir schreien, weil wir wollen, dass die andere Person uns zuhört“,  erwiderte ein anderer Mann.

Gandhi fragte weiter:

„Ist es dann nicht möglich, mit leiser Stimme zu sprechen?“

Es folgten weitere Antworten, jedoch keine konnte ihn überzeugen.

Nach einem Augenblick des Nachdenkens sagte er:

„Wollt ihr wissen, weshalb man eine andere Person anschreit, wenn man wütend ist?

Es ist so, dass sich bei einem Streit die Herzen zweier Menschen weit voneinander entfernen.

Um diese Distanz zu überwinden, muss man schreien.

Je wütender die Menschen sind, desto lauter müssen

sie schreien, um einander zu hören.

Darum lasst es nicht zu, dass Eure Herzen sich bei einer Diskussion voneinander entfernen.

Sagt keine Worte, die die Herzen auseinander treiben,

denn der Tag wird kommen, an dem die Distanz so groß ist,

dass es keinen Weg mehr zurück geben wird.

Ganz anders ist es zwischen zwei Menschen, die sich lieben.

Sie schreien nicht, sie reden sanft miteinander.

Weshalb wohl?

Weil ihre Herzen einander sehr nahe sind. Und die Distanz zwischen ihnen ist klein.

Manchmal sind sich die Herzen so nahe, dass sie nicht einmal sprechen, sondern nur flüstern.

Und wenn die Liebe noch stärker ist, braucht es nicht einmal mehr ein Flüstern.

Es genügt, sich anzusehen und die Herzen hören einander.

Denn wenn zwei Menschen sich lieben, sind sie einander sehr nahe.

– Mahatma Gandhi –

Man könnte jetzt fragen:

„Und die Moral von der Geschicht?“,

aber ich denke, es spricht alles für sich selbst.

Auch, wenn Schreien wohl die erste kommunikative Lautäußerung des neugeborenen Menschen ist und damit eine wichtige Stufe in der Entwicklung eines Menschen darstellt, so kommt man doch auch mit leisen Tönen durchs Leben, zumal leise Töne ein Zeichen von Stärke sind.

Ich wünsche uns allen von Herzen gerne die nötige Gelassenheit auch in brenzligen Situationen ruhig bleiben zu können und einen friedlichen Sonntag

Werner