Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wenn man den Duft von Lavendel riecht und sogar schon einmal das Glück im Leben hatte in der Provence gewesen zu sein, fühlt man sich geradewegs wieder dorthin versetzt.

In dem milden Mittelmeerklima gedeiht der bläulich-violett blühende Strauch bestens.

Bereits seit dem 17. Jahrhundert wird er in großem Stil angebaut,

denn er lässt sich vielfältig verarbeiten:

zu Hautpflegeprodukten, Honig, Kräuterkissen, Parfümessenzen, Seife und auch zu medizinischen Produkten.

Wer Lavendel im heimischen Garten pflanzt, profitiert gleich doppelt, denn die Pflanze sieht nicht nur hübsch aus, sondern sie vertreibt auch die Blattläuse von benachbarten Blumen, wie zum Beispiel den Rosen.

Der Name Lavendel stammt wahrscheinlich vom lateinischen „lavare„, was zu deutsch „waschen“ bedeutet. Im antiken Rom dienten die getrockneten Blüten als Bade- und Waschmittelzusatz.

Als Heilpflanze wurde der echte Lavendel erst im 12. Jahrhundert bekannt.

Hildegard von Bingen setzte das Kraut gegen Kopfläuse ein. Und später galt Lavendel als hilfreich gegen Blähungen, Krämpfe und Angstzustände.

Die wirksamen Inhaltsstoffe befinden sich in den Lavendelblüten.

Diese enthalten ätherisches Öl, sowie Gerbstoffe und Flavonoide.

Lavendelöl wirkt sich positiv auf Schlaf und Psyche aus.

Wer schlecht einschläft oder nachts aufwacht, dem kann das Öl eventuell helfen, denn dessen Inhaltsstoffe wirken Studien zufolge beruhigend und schlaffördernd.

Es gibt konkrete Hinweise darauf, dass Lavendel einen angst-lösenden Effekt haben könnte.

Wer Angstzustände bekommt oder unter Schlafstörungen leidet, sollte die Beschwerden aber unbedingt von einem Arzt abklären lassen, denn der kann auch entscheiden, ob sich Lavendel in Tablettenform, als Entspannungsbad oder als reines Öl für den Betreffenden empfiehlt.

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Blau soweit das Auge reicht.
Warme Luft über endlose Felder streicht.
Zart und warm strömt es hervor.
Düfte steigen betäubend empor.

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Schwirrende Bienen, summende Hummeln
Sich über den Duftfeldern tummeln.
Mit Pollen und süßem Nektar beladen
Kehren sie heim in ihren Schragen.

Blütensammler kommen mittags daher,
Schneiden die blauen Ähren schwer.
Dann trocknen sie in lauer Luft,
Geben unseren Schränken und Laden Duft.

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Andere wandern in Gläser hinein,
Übergossen mit viel Alkohol rein.
Sie destillieren in Wärme und Licht,
Geben ab die zarten Öle, welch ein Gedicht.

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Feine Damen trugen das Tüchlein wohl
Benetzt mit den Düften am Busen voll.
Oma kannte es als Lavendel Uralt.
Ich erinnere gerne ihre Gestalt.

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Heute schnitt ich die blauen Blüten,
Damit sie mir den Schlaf behüten.
Als zartes Gewürz in Salat oder Tee
Sei mir gegrüßt Lavendelfee.

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Ein „Allheilmittel“ bist Du nicht,
Aber ich widme Dir dies Gedicht.
Ich bitte Dich, bleib uns weiter treu,
Damit sich jeder stets an Dir das Herz erfreu.

(Verfasser des Gedichtes ist mir leider unbekannt)

Ich wünsche Euch von Herzen gerne einen wundervollen Sonntag voller Entspannung und Erholung. Vielleicht ja auch mit einer schönen Lavendelöl-Massage oder einem schönen Bad

Werner