Kategorie: Respekt

Welttag der Schulfreunde 2019

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

heute, am Dienstag, dem 25. Juni ist:

Welttag der Schulfreunde 2019

Seit mittlerweile 16 Jahren, im Jahr 2003 wurde er ins Leben gerufen, gibt es diesen Tag und ich persönlich finde diese Idee so richtig gut.

Dieser Tag hat ja nichts mit den klassischen „Klassentreffen“ zu tun.

Ein Klassentreffen bedarf recht intensiver Vorbereitung und es sind ja meist immer die gleichen Schulkameraden, die die Organisation in die Hand nehmen und letztendlich auch das Ganze durchführen.

Nein, dieser Tag ist ganz einfach dazu gedacht, dass sich Schulfreunde, die sich „ewignicht mehr gesehen haben, mal wieder ungezwungen treffen oder zumindest Kontakt zueinander aufnehmen, was in meinen Augen eine ganz besondere Form der Wertschätzung darstellt.

Ich selbst bin froh, dass es StayFriends gibt,

denn dadurch habe ich 2005 meine beste Schulfreundin wiedergefunden.

Mich selbst hatte es nach Abschluss meiner Lehre durch die Bundeswehr hunderte von Kilometern von meiner Heimat verschlagen. Und während der 12 Jahre als Zeitsoldat, habe ich geheiratet, eine Familie gegründet und bin dann in der Lüneburger Heide „hängen“ geblieben.

Meine Schulfreundin, eine verheiratete Frau, die Vollwaise ist, mal eben so wieder zu finden, war keine leichte Sache. Nun telefonieren wir wieder ab und an. Dabei erfreuen wir uns an den Erinnerungen an die gute, alte Zeit, was ich sehr schätze und voller Freude genieße.

Das Motiv zu einer Kontaktaufnahme kann Neugier sein, was aus den alten Schulkameraden wohl so im Laufe des Lebens geworden ist. Sowohl beruflich, wie auch im privaten Bereich. Oder ganz einfach die stille Sehnsucht nach einer Vertrautheit, die sich aufgebaut hatte.

Mit einer jahrelangen Freundschaft geht einher, sich darin widerzuspiegeln und das man sich auch noch nach all den Jahren wertschätzt.

Das Ziel ist,

eine alte Freundschaft zu pflegen oder zumindest Interesse zu bekunden wieder in Kontakt kommen zu wollen.

Was Freundschaft für jeden Einzelnen bedeutet, lasse ich mal dahingestellt, aber es ist eine gute Gelegenheit sich die Schulzeit mal wieder in Erinnerung zu rufen, vielleicht auch mit den Kindern oder Enkelkindern darüber zu sprechen und zuzugeben, dass man auch mal den Lehrern den ein oder anderer Streich gespielt hat.

0 - Trenner, Frühling

Egal,

ob nun dieser heutige Tag ein Gedankenanstoß zur Kontaktaufnahme zu alten Schulfreunden wird – es wäre natürlich besser, wenn dieser Tag auf ein Wochenende fallen würde – oder was auch immer,

ich wünsche Euch von Herzen gerne einen wundervollen, sonnigen und harmonischen Tag mit ganz vielen schönen Momente

Werner

Fußball verbindet, schweißt zusammen, wertschätzt

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ich verbinde Pfingsten immer noch mit Fußball und in diesem Jahr ist Pfingsten ja ganz besonders vom Fußball geprägt.

Während die Herren an der Qualifikation für die nächste Europameisterschaft arbeiten, sind die Damen in Frankreich um den Weltmeistertitel bemüht. Und heute geht es für unsere deutschen Damen los.

Das Eröffnungsspiel gestern zwischen den Damen aus dem Gastgeberland Frankreich und den Damen aus Südkorea hat schon einen Favoriten bestätigt. Die französische Mannschaft, in der alleine acht (8) Damen aus dem gleichen Verein Lyon spielen, haben sich klar als Favoriten bestätigt.

Und die Anzahl der Spielerinnen aus dem gleichen Verein ist die Überleitung zurück zu mir als Fußballspieler, der selbst 45 Jahre aktiv war.

Im Alter von fünf (5) Jahren habe ich mit dem Fußball angefangen. Es war ein TUS, also ein Turn– und Sportverein in einem 900-Seelen-Dorf im Rheinland.

Zur damaligen gab es noch eine gesunde Fußballrivalität zwischen den Dörfern und bis auf einen Fußballkameraden aus einem winzigen Nachbardorf, der über ein schier unglaubliches Talent verfügte – er war damals unser „Bomber“ – kamen alle anderen Spieler aus unserem Dorf. Wir hätten niemals einen Spieler aus einem anderen „größeren“ Dorf akzeptiert!

Wir haben damals auf roter Asche gespielt und kamen oft genug mit „Reibekuchen“ (Kölner Dialekt: Rievkooche), wie wir die Hautabschürfungen an den Oberschenkeln nach Sturz auf der Asche liebevoll nannten, nach Hause. Aber nach Säubern der Wunde war der Schmerz schnell vergessen und am nächsten Tag ging es wieder auf den Platz.

Mit der „Truppe“, in der ich damals anfing, spielte ich bis zu meinem 19. Lebensjahr zusammen und für ein kleines Dorf waren wir verdammt erfolgreich. Wir spielten durchweg in einer damals sogenannten Sondergruppe, die heutzutage mit der Bezirksklasse vergleichbar ist und mussten oft weit fahren.

Das war 1964 Problem Nummer Eins: welche Eltern haben Zeit uns zu fahren?

Oftmals – und das hat damals niemanden gestört … lach – fuhren wir als 6,7,8, und 9jährige mit unserem Trainer zusammen zu Zehnt in einem NSU Prinz zu den Auswärtsspielen.

Zu Pfingsten führte unser Dorf traditionsgemäß ein Pfingst-Turnier für die A-Jugend (16-18 Jahre alt) durch und wir hatten oft den FC Köln, den Bonner SC und oft auch Eintracht Frankfurt zu Gast.

Und dann kam das Jahr 1974. Durch einen Zufall und aufgrund der guten Kontakte unseres Vereinsvorsitzenden hatten wir die A-Jugend von den Glasgow Rangers zu Gast … und?

Wir haben sie im Endspiel besiegt … und sind vor Stolz beinahe geplatzt.

Im Jahr darauf waren die Schotten wieder bei uns zu Gast und wir haben sie wieder im Endspiel besiegt. Es war ein sehr enges Spiel, aber es gab die Riesenüberraschung in meiner „Dorffußballer“-Karriere schlechthin.

Als Dank für die gute Betreuung, usw. luden uns die Glasgow Rangers für 5 Tage ein.

Es war unglaublich schön, denn wir übernachteten in einer Jugendherberge direkt am Loch Ness.

Obwohl wir wussten, dass es eine Legende ist, saßen einige von uns trotzdem nachts ein paar Stunden am See und haben darauf gewartet, dass „Nessi“ auftaucht.

Der absolute Höhepunkt unter all den Höhepunkten dieser Reise war eine Trainingseinheit mit der Profi-Mannschaft der Rangers.

Fußball verbindet Völker, Fußball schweißt zusammen, Fußball wertschätzt, Fußball ist ein Beitrag für den Frieden

Fußball war, ist und bleibt für immer ein wesentlicher Teil meines Lebens.

Und in diesem Sinne drücke ich den Herren die Daumen für die Quali und …

den Damen voll doll die Daumen, dass es bei der WM hoffentlich bis ins Endspiel geht!

Liebe Damen, bitte verzeiht mir, aber weil wir „dummen“ Männer uns ja anschauen, wie 22 Idioten EINEM Ball hinterher rennen, konnte ich es mir nicht verkneifen, mal etwas dagegen zu setzen

Die Damen haben meinen absolut vollsten Respekt und ich bin froh, dass diese dumme Klischee aus der „Zopfzeit“, nämlich, dass Frauen nichts im Fußball zu suchen hätten, vom Tisch ist.

Egal, ob Ihr Fußball mögt oder nicht, ich schwelge in meinen wunderschönen Erinnerungen und wünsche uns allen von Herzen gerne ein Pfingstfest mit aushaltbaren Temperaturen, vielen Sonnenstunden und harmonischen Momenten im Kreise Eurer Liebsten

Werner