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Welt-Rheumatag 2022

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

auch am 12. Oktober 2022 ist wieder der

WeltRheumatag 

Ein großes Thema für Menschen mit chronischen Erkrankungen oder auch anderen schweren Erkrankungen schlechthin ist Vereinsamung! Eine Untersuchung des Deutschen Zentrums für Altersfragen zeigt auf, wie einsam eine Pandemie (aktuell: Corona) noch zusätzlich machen kann.

Die Rate einsamer Menschen im Alter zwischen 50 und 90 Jahren lag im Jahr 2020 bei 14 Prozent. Das ist 1,5-mal höher als in den Vorjahren.

Die Pandemie hat uns logischerweise noch bewegungsloser gemacht! Das ist nichts weiter, als die logische Folge, weil viele Bewegungsangebote ausgefallen sind.

Vereinsamung in Kombination mit Bewegungsmangel wirkt sich äußerst ungünstig auf uns aus. Einsamkeit kann sich für die psychische wie physische Gesundheit negativ auswirken. Bewegungsmangel bedeutet einen Verlust an Lebensqualität. Durch zunehmende rheumatische Schmerzen kommt es zu Langzeitschäden an den Gelenken. Einsamkeit und Bewegungsmangel abzubauen, ist nicht nur wichtig für den sozialen Zusammenhalt, sondern gehört maßgeblich zur Gesundheitsvorsorge.

Weltrheumatag 2022, Motto

Ob Arthrose, Fibromyalgie, Gicht, Lupus, Morbus Bechterew oder Rheumatoide Arthritis:

RHEUMA hat viele Gesichter!  – Rund 400 Krankheiten fallen darunter.

Der Welt-Rheuma-Tag wurde erstmals 1996 von der

Arthritis and Rheumatism International (ARI)

ins Leben gerufen, der internationalen Vereinigung von Selbsthilfeverbänden für Menschen, die von Rheuma betroffen sind.

Ziel ist es, die Anliegen rheumakranker Menschen an diesem Tag in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken.

Der Welt-Rheuma-Tag (engl. world arthritis day)

findet immer am 12. Oktober weltweit statt.

Die Deutsche RheumaLiga hat den Jahrestag in Deutschland erstmals 2005 eingeführt und begeht den 12. Oktober seitdem stets mit einem

besonderen Motto und einem Kampagnen-Schwerpunkt.

So unterschiedlich die einzelnen Krankheiten auch sein mögen, eines haben sie alle gemeinsam: Sie sind mit Schmerzen verbunden!

Betroffen sein können:

Gelenke, Sehnen, Muskeln, Knochen und sogar innere Organe

Die aus der Krankheit resultierenden Schmerzen schränken dabei nicht nur die Bewegungsfähigkeit der Betroffenen ein, sondern auch in ganz erheblichem Maße die Lebensqualität. 

Statistiken zufolge leben in Deutschland mehr als neun Millionen Menschen mit einer rheumatischen Erkrankung. 

Die Medizin bezeichnet mit Rheuma Entzündungskrankheiten des Bewegungsapparats und mehr als 400 verschiedene Leiden zählen zum sogenannten „rheumatischen Formenkreis, unter anderem entzündlich-rheumatische Erkrankungen wie Rheumatoide Arthritis, degenerative Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen wie Arthrose, Weichteilrheumatismus wie Fibromyalgie oder Stoffwechselerkrankungen wie die Gicht

 

Was ich persönlich schlimm finde, ist die Tatsache, dass die Ursachen rheumatischer Erkrankungen bis heute im Dunkeln liegen. Die Wissenschaftler vermuten zwar, dass sowohl genetische Faktoren als auch Umwelteinflüsse eine Rolle spielen können, aber so richtig ist bislang kein Licht in die Angelegenheit gebracht worden.

Weltweit forschen Wissenschaftler nach Einflussfaktoren auf Rheuma.

Mittlerweile haben mehrere Studien gezeigt, dass mäßiger Alkoholgenuss die Entzündungsprozesse eindämmen kann und Sport dagegen Gelenkentzündungen fördern kann und auch Depressionen vorantreibt.

Die Suche nach Wirkstoffen, die den chronischen Entzündungsprozess aufhalten können, gestaltet sich mehr als schwierig. Zwar gelingen immer wieder Teilerfolge. Beispielsweise hat sich die Substanz Masitinib in verschiedenen Studien bereits an Patienten bewährt.

Jedoch in ihrer Not geben Patienten weltweit viele Milliarden Euro für nachweislich wirkungslose Medikamente aus!

Neben einer sehr fein abgestimmten Schmerztherapie ist eine gesunde Ernährung wichtig. Auf das Rauchen sollte ganz verzichtet werden!

Mehr als 400 verschiedene Erkrankungen des Bewegungsapparates, die fast immer mit Schmerzen und oft mit Bewegungseinschränkungen einhergehen, zählen zum rheumatischen Formenkreis. Trotz aller Fortschritte können viele von diesen Erkrankungen immer noch nicht komplett geheilt werden!

Eines steht jedoch fest: Je früher der Patient eine Therapie beginnt, umso größer sind die Chancen zeitnah und nachhaltig wieder ein normales Leben führen zu können.

Von zentraler Bedeutung ist dabei ein individueller, explizit auf den Patienten abgestimmter Therapieplan. Hausärzte begleiten dabei kompetent, zielgerichtet und stimmen für und mit den Betroffenen die einzelnen Behandlungskomponenten ab.

Das größte Problem, wie vielen Erkrankungen ist, dass leider sehr häufig Patientinnen und Patienten aus Scham oder Unwissenheit zu spät oder gar nicht zum Arzt gehen.

 

Trotz aller Einschränkungen ist Bewegung das A & O! Die Betroffenen sollten sich soviel, wie möglich bewegen und wann auch immer die Möglichkeit besteht, regelmäßig an Patientenschulungen teilnehmen!  

Am heutigen Welt-Rheumatag bietet die Deutsche Rheuma-Liga von 16 bis 19 Uhr eine bundesweite Telefonaktion an!

 

Rheumatologen stehen Interessierten unter der 

kostenlosen Hotline: 0800 – 5332211

Rede und Antwort. 

Diese Aktionen werden Bundesministerium für Gesundheit ermöglicht.

Ich wünsche allen Betroffenen von Herzen gerne, dass sich zeitnah und nachhaltig eine Erfolg versprechende medizinische Versorgung ergibt, die das Leben mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen entscheidend verbessert.

Und uns allen wünsche ich ebenso von Herzen gerne eine gute Woche mit vielen wärmenden Sonnenstrahlen und kleinen Erfolgserlebnissen, die und das „süße“ Leben etwas leichter machen.

Euer „alter“ Mann

Werner Michael Heus

2 Kommentare

  • Hannelore

    Guten Abend lieber Werner,
    ja, das Thema ist interessant und wie immer gut erklärt. Ich selbst habe auch Arthrose
    und damit einhergehend auch Bewegungseinschränkungen. Aber aufgeben ist bei mir nicht.
    Einige meiner Freundinnen haben auch Rheuma haben und Arthrose. Wir bauen uns gegenseitig auf und das hilft weiter.
    Schönen Abend wünsche ich Dir und bleib gesund.

    • Werner Heus

      Hallo liebe Hannelore.
      Ja, zusammenstehen ist eine tolle Sache und es freut mich, das zu lesen.
      Geteiltes Leid ist und bleibt eben halbes Leid.
      Ich drücke Euch allen die Daumen, toi toi toi!

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