Das Juwel von Madame X

Liebe Leserinnen, liebe Leser

Das Juwel von Madame X ist eine Kurzgeschichte, die ich einer ganz besonderen jungen Frau gewidmet habe.
Sie beruht auf wahre Begebenheiten!
Im Herbst des Jahres 2015 stand ich vor der Situation, dass die jüngste Tochter von Madame X mich als Familienzuwachs mit ziemlicher Sicherheit ablehnen könnte – nein, würde! Dies hatte mir Madame X in einer Reihe von Gesprächen, die alle auf meine Initiative beruhten, klar zu verstehen gegeben. Ein absolut untrügliches Indiz war das Tattoo mit dem Namen ihres leiblichen Vaters, welches die Tochter gut sichtbar auf dem Unterarm trug.
Eines schönen Tages war es dann so weit, die junge Frau und ich standen uns zum ersten Mal gegenüber. Sie trug eine Jeans, die sie an allen möglichen Stellen zerschnitten hatte. Das fand sie wahnsinnig cool und ich ehrlich gesagt in ihrem Fall auch. Als wenn wir uns bereits eine Ewigkeit kennen würden, nahmen wir uns in den Arm.

Es war für uns beide eine sehr herzliche Umarmung und der Beginn einer ehrlichen – also wahren – Freundschaft.

 
Während der folgenden zwei Jahre hatten wir viele sehr gute Gespräche, bei denen wir beide voneinander lernten. Sie verstand meine Generation nun etwas besser und ich lernte einiges über die Gedanken und vor allem die Sprache ihrer Generation.
Ein Juwel von einem MenschMadame X war stets erstaunt über diese langen Gespräche, die vornehmlich in ihrer Abwesenheit stattfanden. Angeblich freute sie sich darüber, aber in ihrem Gesichtsausdruck stand eindeutig geschrieben, dass ihr diese Gespräche überhaupt nicht schmeckten.
Später fiel mir auf, dass die junge Dame die zerrissene Hose eigentlich ständig trug, sie liebte diese Hose ganz offensichtlich. Ansonsten präsentierte sie ihre in meinen Augen wohlproportionierte Figur in ihrer ureigensten Art. Was ihre Mitmenschen darüber dachten, war ihr völlig egal. Sie war sie und das war nicht nur völlig in Ordnung, sondern absolut gut so. Es war eben einer der sichtbaren Beweise ihrer Einzigartigkeit.
Ich bewunderte sie sowohl für ihren Mut, noch mehr jedoch für die natürliche Fröhlichkeit, welche sie stets und ständig ausstrahlte. Auch ihre Lässigkeit war unbeschreiblich. Für mich war sie „cooler„, als es der Winter in Alaska wohl jemals sein könnte.
Sie hatte es nicht nötig in der Berufsschule im Unterricht aufzupassen, denn sie schrieb trotzdem gute Noten. Meist unterhielt sie sich mit ihrem Tischnachbarn, der sie in der Regel nur bewundernd anglotzte. Resultierend aus ihren Erzählungen, konnte ich mir vor meinem geistigen Auge bildlich vorstellen, wie sie, wenn ein Lehrer sie zur Ordnung mahnte, ihn schlicht und einfach herablassenden Blicken bedachte.

Ich frage mich auch heute noch manchmal,

was so in ihrem Kopf vor sich ging und wie sie es stets schaffte, immer total cool zu bleiben. Sie war sehr intelligent und schrieb überwiegend auch, ohne großartig zu lernen, gute Noten. Lernen war insofern für sie reine Zeitverschwendung. Da müsste sie ja dann ihre kostbare Freizeit opfern. Diese nutzte sie lieber, um ihr Trommelfell mit überlauter Musik zu strapazieren. Wozu war sie schließlich bekennender Fan der Gruppe: Tokyo Hotel!?
Einen festen Freund wollte sie einerseits nicht, träumte jedoch insgeheim davon. Das vordergründige Problem war, dass er sie in ihrer Coolness einschränken könnte. Und sie könnte schließlich auch nicht mehr durch die Stadt stolzieren, mit dem Wissen, dass ihr die Jungs mit heraushängender Zunge hinterher gafften.
Sie hasste es im wahrsten Sinne des Wortes, wenn sie nicht frei sein konnte, wenn man sie als Person, ihren Geist bzw. ihr Gedankengut festhielt. Ich bewundere sie deswegen auch heute noch. Ganz besonders wegen der Lockerheit, mit der sie sich durchs Leben tragen ließ.

Tja, und dann kam der September 2017

Endlich hatte ich eine OP hinter mich gebracht, die ich aus Rücksicht auf Madame X mehrere Male verschoben hatte. Mehr als 4 Monate hatte ich mich liebevoll um Madame X gekümmert. Dann stand ich wenige Tage nach meiner OP vor verschlossener Tür! BÄM!
Einige Stunden irrte ich unter Schock und die Welt nicht mehr verstehend, 250 km von meinem Wohnort entfernt, in einer sehr großen deutschen Stadt herum. Dann kam es völlig überraschend zu einem Kontakt mit dem Juwel von Madame X. Und?
Das von mir so benannte menschliche Juwel machte seinem Namen alle Ehre!Ein Juwel von einem Mensch Ohne auch nur eine Sekunde zu zögern, bot sie mir „Asyl“ in ihrer Wohnung an. Ich machte sie auf alle zu erwartenden Konsequenzen seitens ihrer ca. 50 Personen umfassenden Familie aufmerksam. 10 davon lebten alleine im 50m-Umkreis! Und trotzdem ließ die junge Dame sich nicht von ihrem Weg abbringen. Sie können sich sicher vorstellen, dass ich ihr meinen vollsten Respekt zollte.
Erst nach über einer Woche kam in der Familie die Vermutung auf, dass ich mich großer Wahrscheinlichkeit bei dem Juwel von Madame X aufhalten würde. Jedoch erschien niemand, um das zu überprüfen. Zu meinen Arzt- und Therapieterminen schlich ich mich – gefühlt, wie ein Aussätziger – aus der Wohnung und wieder zurück, denn der Eingang war von mehreren Familienangehörigen einsehbar!
So verbrachte ich dreieinhalb Wochen in der Wohnung der jungen Dame
Es war – ganz ehrlich geschrieben – eine wunderschöne Zeit. Ohne auch nur die kleinste Meinungsverschiedenheit. Außer, wenn ich andeutete, zu ihrem Schutz und weil es mir natürlich „irgendwie“ peinlich war, nachhause zurückzukehren. Das hätte zur Folge gehabt, dass ich meine Reha hätte abbrechen müssen. In diesen Situationen war sie regelrecht gnadenlos und „drohte“ mir damit die Freundschaft zu kündigen.
Sie ließ sich niemals unterkriegen. Und von ihrem Weg ließ sie sich niemals abbringen.  Wie gesagt, ich bewundere sie – ohne Ende!
Während meines Aufenthaltes erfuhr ich ganz viel über ihre Kindheit und Jugend. Dabei stellte ich keine Fragen, sondern sie erzählte es mir ganz einfach.
Viele Erzählungen schockierten mich völlig und nachhaltig!
Um das komplette Versagen der Mutter zu kaschieren, gab es zum Geburtstag und zu Weihnachten viele und teure Geschenke. Für den leiblichen Vater, der zu früh verstarb. war sie das Ein und Alles. Er hätte niemals auch nur irgendetwas auf sie kommen lassen. Nach dem Tod des Vaters kündigte das menschliche Juwel seine Wohnung und zog in unmittelbare Nähe der Mutter. Jeden Tag besuchte sie Mutter und war immer für sie da. Respekt hoch 3!
Für die Madame X waren diese täglichen Besuche ganz offensichtlich eine Selbstverständlichkeit. Es erschien mir, als wenn es für sie ganz normal wäre, dass sich die jüngste Tochter umd die Mutter zu kümmern habe. Und erst recht als Papa`s Liebling. Sie wusste es überhaupt nicht zu schätzen, was für ein menschliches Juwel ihr zur Seite stand.
Letztendlich hätte ich mir gewünscht, dass ich Informationen über Madame X zwei Jahre früher bekommen hätte, denn dann hätte ich mir sehr viel Geld, Zeit und vor allem Nervenkraft im wahrsten Sinne des Wortes sparen können!

Tja, und dann kam der Herbst 2019

Bis heute ist es mir nicht mal ansatzweise gelungen, die Ereignisse zu verarbeiten und das wird wohl auch nie passieren – leider.
Ein Juwel von einem MenschEinige Familienmitglieder bekamen Vorladungen für einen Prozess, den Madame X gegen meine Person angestrebt hatte, auf. Das Juwel war meine Kronzeugin! Und kurze Zeit später bekam ich die Nachricht, dass die junge Dame unter sehr mysteriösen und für mich überhaupt nicht nachvollziehbaren Umständen ums Leben gekommen war! Sie wurde nicht einmal 30 Jahre alt. Hatte gerade ihren Meister in einem handwerklichen Beruf gemacht und die Blüte des Lebens vor sich. BÄM! 
Aus ganz bestimmten Gründen, die ich nicht weiter ausführen möchte, konnte ich am Begräbnis nicht teilnehmen, habe aber wenigstens einen Nachruf geschrieben, den ich hier öffentlich machen möchte.
Mein Nachruf für ein menschliches Juwel:

 

Viel zu früh bis Du von uns fort,

dafür fehlt mir beinahe jedes Wort.

Das will bei mir recht viel bedeuten,

denn ich gehöre nicht zu den Leuten,

denen es fix die Sprache verschlägt,

 sondern der vieles ganz tapfer erträgt.

 

Stets warst Du da, mit Wort und Tat,

bei Unrecht auch mal schnell „in Fahrt“,

hast Deine Linie niemals verloren,

wurdest wohl als Papa-Kind geboren.

Und es war sicher nicht übertrieben,

hast es ja auf den Arm geschrieben.

 

Handwerkliches war Deine Leidenschaft,

das hab ich ja ganz schnell gerafft,

auch dabei, selbst auf allen Vieren,

gelang es gut, mit Dir zu diskutieren.

So hast Du fast immer über Nacht,

alles auf das richtige Maß gebracht!

 

In der Stunde meiner größten Not,

nahmst Du mich auf – trotz Verbot,

bist Deinem Herzen treu geblieben,

dafür werde ich Dich immer lieben.

 

Du bist und bleibst ein wahrer Schatz,

hast in meinem Herzen Deinen Platz.

Dicke Tränen sind überall geflossen,

denn alle haben Dich stets genossen.

 

Da oben wünsche ich Dir den Frieden,

der Dir auf Erden ja nicht beschieden.

Und das nach allem was geschehen ist,

Du auf gleicher Wolke mit Papa bist!

Ich werde immer an Dich denken,

wenn ich zu Himmel hochschaue

 

Was sagt uns diese Geschichte?

Während der zwei Jahre war das Juwel von Madame X aufgrund des Vertrauens, welches sie mir entgegengebracht hatte, für mich gefühlt, wie eine eigene Tochter geworden. Das wusste auch meine Kinder, die das respektierten und sich gefreut hätten sie kennenlernen zu dürfen. Einen solch herzensguten Mensch trifft man sehr selten im Leben.

Madame X ist nahezu das Gegenteil in fast allen Bereichen des täglichen Lebens. Völlig herz- und skrupellos machte sie mich überall im Netz schlecht. Das Ganze gipfelte Mitte 2021 als sie mir in einer Mail, die vor Lügen und falschen Anschuldigungen nur so triefte, mitteilte, dass sie nicht will, dass ich das Grab des Juwels besuche. Mir ist – nicht nur fast – mir ist die Spucke komplett weggeblieben!

Von meiner Großmutter habe ich viele Sprichwörter auf meinen Lebensweg mitgegeben bekommen. Seit Herbst 2017 gilt für mich nur noch eines, nämlich, dass Vorsicht die Mutter der Porzellankiste ist. Ich habe seitdem keinen Mensch mehr nahe an mich herangelassen.

Es will auch absolut nicht in meinen Kopf, dass es Menschen gibt, die ein Juwel in Händen halten und es nicht zu schätzen wissen. Anstatt Geld und materiellen Geschenken hätte sie Liebe und Anerkennung gebraucht, aber es gibt Menschen, die so etwas nicht geben können, weil sie nur sich selbst lieben!

Ich wünsche Euch von Herzen gerne immer liebevolle Menschen an Eurer Seite, gute Kompromisse in schwierigen Zeiten.

Bleibt gesund und pass bitte auf Euch auf.

Euer „alter“ Mann

Werner Michael Heus

 

P.S.:

Viele langjähreige virtuelle Weggefährten haben sich in den letzten Jahren gewundert, warum ich mich in den sozialen Netzwerken mehr oder minder zurückgezogen habe und ich mich beinahe ausschließlich nur noch über Humor definiere. Jetzt wisst Ihr den Hauptgrund.

Danke an alle, die mir trotzdem die Treue gehalten haben.

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22 Kommentare

  • Britta

    Hallo Werner,
    das ist ja ansich eine schöne Geschichte, aber dann an Tragik kaum mehr zu überbieten. Mir sind teilweise Schauer über den Rücken gelaufen.

    • Werner Heus

      Guten Morgen liebe Britta,
      ich habe x Mal versucht davon ein Video zu machen,
      aber es ist unmöglich, weil mir die Tränen nur so
      aus den Augen „schießen“.
      Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag
      Werner

      • Klärchen us Kölle

        Guten Morgen Werner,
        Deine Geschichte macht mich traurig! Beim Lesen sind mir die Tränen geflossen. Jetzt verstehe ich deine Zurückhaltung und bedanke mich, dass du mich ein Stück weit an deinem Leben teilhaben lassen hast. Ich wünsche dir viel Kraft und lass wenigstens die Sonne in dein Herz.

        • Werner Heus

          Hallo leev Klärche,
          danke für Deine lieben Worte. Sei froh, dass Du keine Ahnung hast,
          welche Rolle eine Sonne dabei noch spielt. Gott sei Dank ist die
          oben am Himmel für uns alle da. Ich hole mir jeden Tag eine
          ordentliche Portion Vitamin D und tanke meinen Akku auf.
          Liebe Grüße in die Heimat und bleib gesund.

  • Magdalena

    Oha, das ist eine Geschichte, wie sie nur das Leben schreiben kann. Da sieht man mal wieder, wie man sich in einem Mensch täuschen kann. Ich kann Dein Verhalten verstehen, Werner. Ja, Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste, da hatte Oma recht. Heutzutage kann man kaum mehr einem Menschen vertrauen. Und wenn man vertraut wird man ausgenutzt. Wer dich heute Freund nennt, redet morgen hinter deinem Rücken schlecht über dich. Werner, ich wünsche dir eine gute Zeit und viele liebe Menschen in deinem Umfeld. Wir müssen die Zeit nutzen, denn wer weiß, wie viel uns noch bleibt.

    • Werner Heus

      Hallo liebe Magdalena.
      Ganz lieben Dank für Deinen Kommentar. Du hast alles mehr oder minder
      auf den Punkt gebracht, was an Gefahren im Leben lauert. Was den Faktor Zeit betrifft,
      gebe ich Dir recht. Bleib gesund und so

  • Hannelore

    Hallo lieber Werner,
    deine Geschichte finde ich sehr traurig und bringt einen zum weinen. Was Du so durch gemacht hast in deinen Leben
    wünscht man keinen. Das man so eine Freundschaft ausnutzt finde ich unmöglich.
    Schönen Nachmittag wünsche ich Dir und bleib gesund. Danke für deine Freundschaft.

    • Werner Heus

      Guten Abend liebe Hannelore.
      In dieser Geschichte geht es vordergründig um die junge Dame.
      Sie hatte mit Ausnahme wirklich toller Freunde und ihrem
      Meisterbrief so gut wie nichts in ihrem Leben und das hat
      mich so traurig gemacht. Was sie betrifft, kann ich mich
      aktuell damit trösten, dass es einen Engel mehr im Himmel
      gibt.
      Was Madame X betrifft, habe ich bis heute keinen Begriff
      gefunden, der dieses Verhalten beschreiben könnte.
      Ich greife mal das von Dir benutzte Wort: Freundschaft auf:
      Lässt man einen Freund in Not vor der Tür stehen?

      Ich freue mich schon auf ihr Dutzend Sprachrohre, von denen
      niemand live vor Ort war, wenn sie wieder ihre sonnigen
      Lügen im Netz verbreiten.

      Komm gut in die neue Woche und bleib gesund.
      Werner

  • Martin

    Jetzt ist mir so einiges klar geworden Großer. Ich würde dich gerne trösten, aber ich weiß nicht wie. Wùnsche dir viel Kraft und so

    • Werner Heus

      Hallo Kleiner,
      für meine persönliche Situation in diesem Zusammenhang
      gibt es keinen Trost. Ich warte jetzt bereits all die
      Jahre auf eine Erklärung von X, aber da kommt nix!
      Was die junge Dame betrifft, „tröste“ ich mich damit,
      dass es einen Engel mehr im Himmel gibt.
      Bleib auch Du gesund und so

  • karin

    Lieber Werner, beim lesen Deiner Geschichte habe auch ich Gänsehaut bekommen…sie stimmt mich sehr nachdenklich. Was für Leid Du schon ertragen musstest und bist trotzdem ein sehr netter Mensch geblieben. Ich hoffe, dass dein Engel dich beschützt!! Und dir auch etwas Glück noch bringt…..

    • Werner Heus

      Ich hatte das große Glück, auf Erden einen Engel kennenlernen zu dürfen, liebe Karin.
      Jeder Mensch hat ein Päckchen zu tragen und muss damit umgehen lernen. Für mich war
      das Schlimmste daran, dass ich das alles mit Mitte 50 erleben musste. Davor habe ich
      so etwas nicht gekannt.
      Dass Du mich als netten Mensch empfindest, freut mich sehr. Aber es wäre doch auch
      schlimm, wenn ich mein Leid an anderen Menschen auslassen würde. Ich bin eben ein
      echter „Kölscher Jeck“, immer hilfsbereit und lache gerne. Und ich war nie anders.
      Ich wünsche Dir eine schöne Woche und bleib gesund
      Werner

      • Jana

        Lieber Werner,
        daran sieht man das man sich immer ein eigenes Bild machen soll….der Juwel wird da sein und aufpassen…zu Madame X finde ich keine Worte , ich kann nicht verstehen wie man gefallen findet jemanden so kaputt machen zu wollen…du bist mir ein lieber virtueller Freund geworden…und möchte Dich auch nicht mehr missen….

        • Werner Heus

          Hallo Jana,
          danke für Deinen Kommentar. Ja, das mit dem Bild machen, ist so eine Sache.
          Direkt an dem Tag, als ich vor der verschlossenen Tür stand, postete
          Madame X verbreitete sie im Netz einen Post, der insgesamt sieben mehr als
          faustdicke Lügen und falsche Anschuldigungen enthielt, sodass ich im Netz
          regelrecht zu einem Geächteten und Gejagten wurde.

          Ich bedanke mich auch für Deine virtuelle Freundschaft, die mir sehr am
          Herzen liegt. Bleib gesund und pass auf Dich auf.
          Werner

  • Die Wasserfrau

    WOW, so eine wunderschöne Geschichte und so ein fatales Ende. Schade, dass es dieses einzigartige Juwel nicht mehr gibt. Aber, ich bin sicher sie schaut als Engel immer wieder mal nach Dir, Werner. Zu Madame X fehlen mir die Worte komplett. Leider trifft man immer mal wieder auf solche toxischen Menschen. Ich danke Dir herzlich für diese Geschichte und das ich mal ein wenig hinter Deine Fassade schauen durfte. Nun verstehe ich in der Tat einiges mehr.

    • Werner Heus

      Guten Abend liebe Wasserfrau,
      was den Effekt der jungen Dame als Engel betrifft, bilde ich mir
      tatsächlich manchmal, dass es so ist. Es gibt kaum einen Tag, an
      dem ich nicht an sie denke. Toxisch ist ein sensationelles Wort.
      Diesen Ansatz habe ich in meinen Gedanken bisher nicht gehabt.
      Insofern herzlichen Dank. Ich habe lange gebraucht, ich in diesem
      zu öffnen, aber nun bin ich froh, dass es raus ist.

  • Lieber Frosch als Ente

    Hallo Werner, ich musste erst einmal einige Zeit ganz tief durchatmen. Respekt, dass Du uns hinter die Kulissen schauen lässt. Zu dem Juwel steht hier bereits alles geschrieben und zu Madame X fehlen mir ganz einfach die Worte. Lieber ein Frosch sein, aus dem ein Prinz werden kann, als ein innerlich häßliches Entlein. Halt den Kopf oben und bleib gesund.

    • Werner Heus

      Guten Abend lieber Frosch,
      das ganz tief durchatmen kann ich nachvollziehen, zwinker. Was den Respekt betrifft,
      mache ich keinen Unterschied zwischen der realen Welt und meinen langjährigen virtuellen
      Wegbegleitern, zumal ich Dich zum Beispiel ja auch persönlich kennenlernen durfte, wie viele
      andere auch. Deinen Vergleich finde ich absolut Spitze! Bleib auch Du bitte gesund & so

  • Heike

    Respekt, wie Du über die junge Dame geschrieben und einen wundervollen Nachruf geschrieben hast. Auch, wenn ihr Name hier verständlicherweise nicht genannt wurde, sie wird die Nachricht auch im Himmel bekommen haben und sich riesig freuen. Bleib, wie Du bist, Werner und achte auf Deine Gesundheit.

    • Werner Heus

      Hallo liebe Heike,
      die junge Dame hatte bereits zu Lebzeiten meinen vollsten Respekt
      und Gott sei Dank habe ich ihr das zu Lebzeiten sagen können. Ja,
      ich denke auch, dass sie meine Worte auch im Himmel hört, den ich
      lese ihr meinen Nachruf oft vor, weil sie wirklich sofort in meinen
      Gedanken präsent ist, wenn ich zum Himmel hochschaue.
      Schade, dass ich nicht vor Ort wohne, sonst würde ich regelmäßig
      das Grab besuchen.

  • Hexlein

    Hallo Werner, ich komme jetzt erst dazu hier etwas zu schreiben. Du hast ja ganz schön viel durchmachen müssen in deinem Leben.
    Es ist gut einen Menschen zu haben, der einem guttut, aber leider kommt es dann meistens anders und wenn dieser Mensch gehen muss, das tut heftig weh.
    Ich drück dich und hoffe, dass es noch gutes auf der Welt gibt und geben wird.

    • Werner Heus

      Hallo liebes Hexlein,
      einen Mensch, der einem guttut, ist ganz wichtig, wenn man ihn an seiner Seite hat.
      Wenn dieser Mensch, dem man grenzenloses Vertrauen geschenkt hat, sich jedoch als
      krasse Gegenteil entpuppt, dann zerstört das alles. So war es leider bei mir.
      Man sagt, die Hoffnung sterbe zuletzt. Bei mir hat sie das bereits getan.

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